Ich hab mich heute in's örtliche C&A geschleppt. War nötig, musste mal neue Hosen kaufen. "Was ist denn mit dem los?", fragt ihr euch an dieser Stelle sicherlich. Gibt es bei Terminal.21 nichts Sinnvolles zu berichten, dass wir jetzt anfangen unsere samstäglichen Einkaufstouren zu kommentieren? Mitnichten! Die Technologie hält Einzug im Alltag. Und manchmal, wie das Beispiel im Folgenden zeigen wird, wäre es angebracht die daran gebundenen Folgen öffentlich zu diskutieren, anstatt sie still und heimlich, wie besagtes Kaufhaus, einzuführen. Aber Schritt für Schritt ...
Alles beginnt damit, dass ich mich zur Anprobe in eine der Umkleiden begebe und dort einen Aufkleber vorfinde, welcher mich auf Folgendes hinweist: Es gibt keinen sichtbaren Diebstahlschutz mehr, die Ware ist unsichtbar markiert und wird an der Kasse freigegeben. Wie erwartet schiebt die Kassiererin meine neuen Hosen mehrmals über den Verkaufstresen, bevor alles fein säuberlich in eine übliche Plastiktüte wandert (die wiederum ihren Teil zur Umweltverschmutzung beiträgt, aber das ist ein anderes Thema).
Beim Verlassen des Etablissements denke ich kurz nach: Moment, berührungslos, nichts sichtbar, da kommt doch nur RFID in Frage. Oder was?
Im trauten Heime angekommen mache ich mich auf die Suche, halte Preisschilder gegen das Küchenlicht, fühle die Hosen ab. Nichts - Bis mir plötzlich aus einer der hinteren Taschen ein kleines Stück Papier, bedruckt mit einer großen 1 und einer Seriennummer, entgegen fällt. Der obligatorische Blick mit Gegenlicht bestätigt meinen Verdacht. Deutlich zeichnet sich die für RFID typische Antenne im Papier ab. Auch der Chip ist gut zu erkennen.

Nun gut, könnte man meinen. C&A schützt sich halt (am Rande bemerkt, mit einem losen Stück Papier in der Hosentasche, wie sinnvoll ...) gegen Diebstahl. Wenn da nicht die Tücken der Technik wären, die das alles, zumal ungefragt gegenüber den Kunden, mehr als problematisch machen.
Die bei RFID eingesetzten Chips verfügen über eine weltweit einmalige Kennziffer. Mittels berührungslos arbeitenden Lesegeräten können diese Kennziffern aus kurzer bis mittlerer Entfernung (bis etwa 30m, unter Umständen auch mehr) ausgelesen werden. Die Kennziffer kann der von mir gekauften Hose theoretisch bereits am Anfang der Produktionskette zugeordnet werden, um das Produkt dann während der Logistik des Transports und der Lagerung zu verfolgen. Bis zu diesem Punkt alles kein Problem. Aber jetzt: Zahle ich bei C&A mit EC-, Kredit- oder Kundenkarte wird der von mir getätigte Einkauf meinem Namen und gegebenenfalls sogar meinem Kontostand zuortenbar. Auf diesem Wege lassen sich aussagekräftige Profile über mein Kaufverhalten erstellen. Kaufe ich teure Hosen, oder eher Sonderangebote, Hawaiihemd oder Designerklamotte? Und das mit einem laufenden Dispo-Kredit? Oder ist mein Konto doch üppiger gefüllt? Und ich bin zu geizig?

Und noch ein Szenario ist denkbar: Der RFID-Chip und mithin meine neue Hose ist verfolgbar. Ich komme morgen erneut am Kaufhaus vorbei (oder wo auch immer RFIDs ausgelesen werden), ab jetzt ist das nicht mehr so anonym, wie ich mir das vorstelle.
Wenn ihr unsicher seid, folgender Tipp von uns: Die Klamotten kurz in die Mikrowelle. Wenige Sekunden reichen, um den RFID-Chip zu toasten und damit unschädlich zu machen. Oder eben gründlich waschen.
Beim Verlassen des Etablissements denke ich kurz nach: Moment, berührungslos, nichts sichtbar, da kommt doch nur RFID in Frage. Oder was?
Im trauten Heime angekommen mache ich mich auf die Suche, halte Preisschilder gegen das Küchenlicht, fühle die Hosen ab. Nichts - Bis mir plötzlich aus einer der hinteren Taschen ein kleines Stück Papier, bedruckt mit einer großen 1 und einer Seriennummer, entgegen fällt. Der obligatorische Blick mit Gegenlicht bestätigt meinen Verdacht. Deutlich zeichnet sich die für RFID typische Antenne im Papier ab. Auch der Chip ist gut zu erkennen.
Nun gut, könnte man meinen. C&A schützt sich halt (am Rande bemerkt, mit einem losen Stück Papier in der Hosentasche, wie sinnvoll ...) gegen Diebstahl. Wenn da nicht die Tücken der Technik wären, die das alles, zumal ungefragt gegenüber den Kunden, mehr als problematisch machen.
Die bei RFID eingesetzten Chips verfügen über eine weltweit einmalige Kennziffer. Mittels berührungslos arbeitenden Lesegeräten können diese Kennziffern aus kurzer bis mittlerer Entfernung (bis etwa 30m, unter Umständen auch mehr) ausgelesen werden. Die Kennziffer kann der von mir gekauften Hose theoretisch bereits am Anfang der Produktionskette zugeordnet werden, um das Produkt dann während der Logistik des Transports und der Lagerung zu verfolgen. Bis zu diesem Punkt alles kein Problem. Aber jetzt: Zahle ich bei C&A mit EC-, Kredit- oder Kundenkarte wird der von mir getätigte Einkauf meinem Namen und gegebenenfalls sogar meinem Kontostand zuortenbar. Auf diesem Wege lassen sich aussagekräftige Profile über mein Kaufverhalten erstellen. Kaufe ich teure Hosen, oder eher Sonderangebote, Hawaiihemd oder Designerklamotte? Und das mit einem laufenden Dispo-Kredit? Oder ist mein Konto doch üppiger gefüllt? Und ich bin zu geizig?
Und noch ein Szenario ist denkbar: Der RFID-Chip und mithin meine neue Hose ist verfolgbar. Ich komme morgen erneut am Kaufhaus vorbei (oder wo auch immer RFIDs ausgelesen werden), ab jetzt ist das nicht mehr so anonym, wie ich mir das vorstelle.
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